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Foto: logopädische Untersuchung

Der Verein Hör Mal! e.V.

Für die meisten Menschen ist es selbstverständlich, Geräusche und Sprache wahrzunehmen und zu sprechen. Wir können Gedanken, Wünsche und Gefühle äußern und wir verstehen das, was andere sagen. Kommunikation ist eine der wichtigsten menschlichen Fähigkeiten und wir benötigen sie dringend nicht nur zum Austausch mit Mitmenschen sondern auch zur Gesunderhaltung unserer Psyche.
  • Was aber, wenn ein Kind schwerhörig oder gehörlos geboren wird oder in früher Kindheit ertaubt?
  • Was, wenn ein Kind nicht oder nur unzureichend sprechen lernt?
  • Was, wenn ein Kind aufgrund schwerster Behinderungen nicht einmal Gesten und Gebärden einsetzen kann?

In Deutschland werden pro Jahr ca. 660.000 Kinder geboren (2011, Stat. Bundesamt). In 3-4% ist mit einer leichten, meist schalleitungsbedingten Schwerhörigkeit, in 0,5-1% mit einer mittelgradigen Hörstörung, in 0,12% mit Gehörlosigkeit/Resthörigkeit zu rechnen. Das entspricht etwa 800 gehörlosen/resthörigen Neugeborenen im Jahr und ca. 40.000 Kindern mit zumindest mittelgradiger Hörstörung zwischen 0 und 6 Jahren. Unabhängig von Schwerhörigkeit sind bei deutschsprachigen Kindern zum Zeitpunkt der Schuleingangs-Untersuchung in ca. 14% Sprachstörungen zu erwarten (G. Böhme, Urban und Fischer Verlag, 2003). In Deutschland leben ca. 60.000 mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche. In jedem Jahr werden ca. 3.000 bis 3.500 Kinder mit Mehrfachbehinderungen geboren.

Diese Kinder brauchen unsere Hilfe, denn Hör- und Sprachstörungen führen sehr häufig in die soziale Isolation!

Der Verein Hör mal!, der eng mit der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie zusammenarbeitet, will durch eine Reihe von Maßnahmen die Situation hör- und sprachgestörter Kinder verbessern helfen. Dazu gehören folgende Störungsbilder:

  • Schwerhörige Kinder mit Hörgeräten.
  • Gehörlose Kinder mit Cochlea-Implantaten (elektronischen Innenohrprothesen).
  • Sprachentwicklungsgestörte Kinder mit daraus resultierenden Beeinträchtigungen für eine normale Schulentwicklung.
  • Kinder mit Sprach- und Sprechstörungen nach traumatischen Ereignissen (zum Beispiel nach sexuellem Missbrauch).
  • Stotternde Kinder mit starken psychosozialen Problemen als Folge der schweren Kommunikationsstörung.
  • Kinder mit lebensgefährdender Störung der Nahrungsaufnahme (Schluckstörungen), die ohne Behandlung oft nur über eine Magensonde oder eine äußere Magenfistel ernährt werden könnten.
  • Kinder mit komplexen Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen in den Bereichen Hören, Sehen, Tasten, Gleichgewicht und Körperwahrnehmung, die die Konzentration reduzieren und das schulische Lernen immens erschweren.

Viele dieser Kinder haben nicht nur eine dieser Beeinträchtigungen, sondern sind mehrfachbehindert, z.B. gibt es Kombinationen von Fehlbildungen der Lautbildungsorgane mit Gehörlosigkeit und geistiger Behinderung.

Um diesen Kindern helfen zu können, werden die aus wissenschaftlichen Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse in medizinische, psychologische, linguistische und pädagogische Strategien umgesetzt. Dabei arbeitet der Verein mit fachspezifischen Institutionen zusammen.

Wir freuen uns sehr, dass der Sänger Roland Kaiser seit 2013 unsere Arbeit als Schirmherr des Vereins unterstüzt.

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